Kölner Dom

Der Kölner Dom ist mit 157,38 m Höhe nach dem Ulmer Münster (Turmhelm ebenfalls aus OBERNKIRCHENER SANDSTEIN®) das zweithöchste Kirchengebäude Europas sowie das dritthöchste der Welt.

Der Kölner Dom zählt zu den weltweit größten Kathedralen im gotischen Baustil. Viele Kunsthistoriker sehen in ihm eine einmalige Harmonisierung sämtlicher Bauelemente und des Schmuckwerks im Stil der spätmittelalterlich-gotischen Architektur verwirklicht. Wichtig zum Verständnis jedoch ist die Tatsache, dass der Kölner Dom zwar im Mittelalter begonnen wurde (Gotik), jedoch nach jahrhundertelangem Baustopp erst im 19. Jahrhundert vollendet wurde (Neugotik).

Die charakteristische Doppeltürme sind aus ca. 90.000 t OBERNKIRCHENER SANDSTEIN® erstellt worden. Aber nicht nur die Türme wurden aus unserem Sandstein erstellt, sondern auch ca. 5.000 m² Bodenplatten wurden damals verlegt. Bei 6 Millionen Besuchern pro Jahr, oder durchschnittlich 16.500 Besuchern pro Tag, zählt der Kölner Dom sicherlich unbestritten zur Gruppe der stark frequentierten Gebäude. Einen härteren Belastungstest kann ein Bodenbelag also kaum bestehen - und das seit rund 130 Jahren.

Der Kölner Dom wurde 1996 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Die riesige Fläche der Westfassade mitsamt den beiden Türmen von über 7.100 m² ist bis heute nirgendwo übertroffen worden. Von 1880 bis 1884 war er das höchste Gebäude der Welt. Er ist zudem die populärste Sehenswürdigkeit Deutschlands: 2001 wurden fünf Millionen, 2004 sechs Millionen Besucher aus aller Welt gezählt. Im Jahr 2005 besuchte Papst Benedikt XVI. anlässlich des Weltjugendtages 2005 den Dom. 1880 wurde der Dom nach über 600 Jahren vollendet, getreu den Plänen der Kölner Dombaumeister des Mittelalters und dem erhaltenen Fassadenplan aus der Zeit um 1280. Allerdings sind die Fassaden des Querhauses eine Schöpfung des 19. Jahrhunderts, da hiervon keine mittelalterlichen Pläne vorlagen. Beim Bau wurden die modernsten Techniken, insbesondere für den Dachbau – eine neuzeitliche Eisenkonstruktion – und die Türme durch die Dombaumeister Ernst Friedrich Zwirner und Karl Eduard Richard Voigtel eingesetzt.

Sein Attest über OBERNKIRCHENER SANDSTEIN® finden Sie als Bild 4:

Auf Ansuchen der Obernkirchener Sandsteinbrüche zu Obernkirchen bescheinige ich hiermit als Resultat der von dem Geheimen Regierungsrat Brix zu Berlin im amtlichen Auftrage gemachten Zerdrückungsversuche von Sandsteinen, wie solche zu Berlin und Cöln bei Staatsbauten zur Verwendung kommen, daß der Obernkirchener Sandstein aus den Brüchen der genannten Aktien - Gesellschaft bei einem spezifischen Gewichte von 2,153 erst bei einem Drucke von 7389 Pfund (á 1/2 Kilogramm) pro Quadratzoll rheinländisch feine Risse zeigt und bei einem Drucke von 7629 Pfund pro Quadratzoll zertrümmert wird.

Der Obernkirchener Sandstein überragt daher bezüglich der Tragfähigkeit den besten Sächsischen und Oberkirchleiter Sandstein um das Sechsfache.

Außerdem ist der Obernkirchener Kohlensandstein von allen in Deutschland vorkommenden Sandsteinen der einzige, dessen Weitterbeständigkeit eine unbedingte ist, weshalb dieser Stein beim Bau der Cölner Domtürme zur Verwendung gekommen ist.

Cöln, den 15. Februar 1877. (L. S.) J. No. 263.
Der Dombaumeister:
Königliche Regierungs- und Baurat
gez. Voigtel.

Die verbaute Steinmasse beträgt ungefähr 300.000 t.

Das mit 157,38 m vier Jahre lang höchste Gebäude der Welt wurde Ende 1884 mit 169,3 m vom Washington Monument übertroffen.

Dom in Köln / Cathedral in Cologne / Собор в Кёльне Dom in Köln / Cathedral in Cologne / Собор в Кёльне Dom in Köln / Cathedral in Cologne / Собор в Кёльне Dombaumeister: Königlicher Regierungs- und Baurat Karl Eduard Richard Voigtel / Dombaumeister : Royal Government- and Baurat Karl Eduard Richard Voigtel / Аттестат архитектора  Voigtel - автора проекта собора

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